Die Operation Highjump und die unbeantwortete Frage
Im antarktischen Sommer 1946-1947 entsandte die US-Marine die Task Force 68 in die Antarktis: dreizehn Schiffe, einen Flugzeugträger, ein U-Boot, rund viertausendsiebenhundert Mann und Vorräte für Monate. Dann, nach nur acht Wochen, rief sie alles zurück und legte die Sache als Übung zu den Akten. Warum eine Invasionsstreitmacht zu einem unbewohnten Kontinent schicken, um sie so schnell wieder abzuziehen und zu schweigen?
Drei Karten für ein Rätsel
Um Highjump haben sich seit siebzig Jahren drei konkurrierende Erklärungen angesammelt. Die offizielle Karte: Polartraining und Luftbildfotografie zu Beginn des Kalten Krieges. Die geopolitische Karte: die Jagd auf Überreste des Dritten Reichs im Neuschwabenland und die angebliche Basis 211. Und die mythologische Karte: die Hohle Erde, das angebliche Tagebuch vom Februar 1947 und die Begegnung mit einer unterirdischen Zivilisation. Welche hält der Prüfung der Dokumente stand?
Was Sie in diesem Buch entdecken
Giorgio Forgione prüft jede Hypothese mit derselben Methode und schöpft aus erst kürzlich freigegebenen amerikanischen, deutschen, britischen und argentinischen Archiven. Er rekonstruiert die Genealogie des Byrd zugeschriebenen Tagebuchs, wägt Stil und Widersprüche ab und verknüpft die Akte mit der heutigen Antarktis, die erneut im Zentrum der Weltpolitik steht. Eine Untersuchung für alle, die die geheime Geschichte des 20. Jahrhunderts und ungelöste Rätsel fasziniert – und die selbst zum Urteil gelangen wollen.
Domande frequenti
Was war die Operation Highjump?
Eine große amerikanische Marineexpedition in die Antarktis von 1946-47, geführt von der Task Force 68 unter Aufsicht von Admiral Byrd, vorzeitig nach etwa acht Wochen beendet.
Wer war Admiral Byrd?
Richard Evelyn Byrd (1888-1957), amerikanischer Offizier und Polarforscher, berühmt für seine Antarktisexpeditionen und seine Rolle bei der Operation Highjump.
Gibt es das »geheime Tagebuch« von Byrd wirklich?
Seit den 1970er Jahren kursiert ein Byrd zugeschriebener Text über einen Flug von 1947, doch seine Echtheit ist umstritten. Das Buch analysiert Herkunft, Stil und Widersprüche.
Was haben die Hohle Erde und die »Basis 211« der Nazis damit zu tun?
Es sind zwei der untersuchten alternativen Hypothesen: die angebliche Geheimbasis des Dritten Reichs in der Antarktis und die Theorie der Hohlen Erde, verbunden mit dem Byrd zugeschriebenen Tagebuch.
Was macht diese Untersuchung besonders?
Sie zwingt keine These auf: Sie prüft die drei Hypothesen mit denselben dokumentarischen Werkzeugen und überlässt dem Leser das endgültige Urteil.