Die Haltung vor dem Dogma
Das aufschlussreichste Merkmal des Heiligen ist laut diesem Buch nicht das verheißene Licht, sondern die Haltung, die es verlangt: niederknien, fürchten, sühnen, warten. « Der falsche Schöpfer » geht von dieser Intuition aus, um eine alte, aus dem Gnostizismus ererbte Frage zu erkunden: Was, wenn der verehrte Gott nicht das letzte Prinzip wäre, sondern ein Demiurg, ein zweitrangiger Gott, der Furcht, Schuld und Hoffnung organisiert?
Die Fragen dieses Buches
Was ist der Demiurg der gnostischen Überlieferung, und warum taucht diese Idee wieder auf? Wie verteilt der Kult in ein und derselben Struktur Unterwerfung und Trost? Befreit das Heilige — oder dressiert es? Und wo endet die Spiritualität, um der Macht Platz zu machen?
Was Sie in diesem Buch entdecken
Mauro Salvi führt eine kritische Untersuchung des Heiligen und der Religionen, gestützt auf die Gnosis und die Ideengeschichte, ohne in bloße Provokation zu verfallen. Er führt den Leser in eine beunruhigende Befragung von Glaube, Autorität und Freiheit — und überlässt ihm die Entscheidung. Ein Buch für alle, die Philosophie, Religionsgeschichte und die großen Fragen über das Göttliche fasziniert.
Domande frequenti
Wovon handelt « Der falsche Schöpfer »?
Von einer kritischen Lesart des Heiligen und der Religionen ausgehend von der gnostischen Figur des Demiurgen, des « falschen Absoluten », der Kult und Macht organisiert.
Was ist der Demiurg?
In der gnostischen Tradition ein zweitrangiger, unvollkommener Schöpfergott, verschieden vom letzten göttlichen Prinzip — eine Figur, die das Buch ins Zentrum stellt.
Ist das Buch religionsfeindlich?
Es ist ein kritischer Essay über das Heilige und die religiöse Macht; er legt eine These dar, gestützt auf Gnostizismus und Ideengeschichte.
Braucht man theologisches Vorwissen?
Nein: Das Buch ist zugänglich und verbindet Philosophie, Religionsgeschichte und Machtkritik klar verständlich.
Wer ist der Autor?
Mauro Salvi, Autor von Untersuchungen über alte Texte, Religionen und die Rätsel der Ursprünge.